Du sagst mir, dass du mich nicht liebst –

es nicht auf mich persönlich schiebst;

du meinst, mein Typ wär dir zu brav,

dabei spiel ich für dich das Schaf –

liebst Männlichkeit und Moschusduft,

doch ich bin für dich einfach Luft.
 

Du sagst, du würdst mein Herz vermissen,

dabei hast du’s mir rausgerissen;

zum Fühlen hab ich nicht den Mut –

doch weißt du nicht, wie weh das tut.

Du sagst, dass nur Verständnis zählt,

obwohl dir jede Ahnung fehlt.
 

Du sagst, verallgemeinern tun nur Männer,

und dass wir Schweine sind und Penner –

auch dass wir grausam sind, sagst du,

schnürst mir dabei die Kehle zu;

sagst, gleiche Rechte sind ein Muss –

tu ich’s dir gleich, dann machst du Schluss.
 

Sensibel bin ich, sagst du kalt,

dabei hab ich mich bloß verknallt –

doch weil ich ohne Rücksicht bin,

siehst du am besten gar nicht hin;

musst deine Freiheit erst gewinnen,

verschließt dazu die Tür von innen.
 

Du sagst, du willst mehr Spaß erleben,

doch läuft dein Leben ganz daneben –

du weißt, was schöne Körper macht,

und machst es deshalb nur bei Nacht;

auch willst du nicht alleine sein –

doch in dein Herz darf niemand rein.
 

Du sagst, du liebst mich immer mehr

– dabei bin ich nur irgendwer!

Zur Treue musst du mich erziehn –

ach, hättest du nur wieder ihn!

Du willst von mir mehr Liebe sehn,

doch wenn ich dich von hinten nehm,

sagst du, ich würd dich falsch verstehn.
 

Du sagst, ich red mich gern heraus,

doch deine Kindheit war ein Graus –

stehst mit dem Rücken an der Wand,

und hast mich völlig in der Hand.

Ich soll mir nicht den Kopf zerbrechen –

doch du willst übers Leben sprechen.
 

Nur was ich sag findst du nicht fair,

drum red ich eh schon fast nicht mehr –

bloß wenn ich sag: „Ich liebe dich“,

fühl ich mich dabei fürchterlich.

Den Rest behalte ich für mich.

Über den Autor

Stefan

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